Wahrnehmung: kann ich mein Unterbewusstsein umprogrammieren?

Hypnose, Meditation, autogenes Training. Viele Menschen praktizieren diese Methoden und schwören darauf. Egal ob es um Gewichtsreduktion, Angstbewältigung oder Stressregulierung geht. Wie funktioniert das eigentlich? Was geht in unserem Gehirn ab? Kann ich wirklich meine «Festplatte umprogrammieren»?

 

Die menschliche Wahrnehmung ist zu ca. 10% bewusst und zu ca. 90% unbewusst. Dies wusste schon Psychoanalytiker Sigmund Freud. Das Bewusstsein umfasst Handlungen, Gedanken, Entscheide, tägliche oder neue Erfahrungen, Lernprozesse, etc. Unter der Bewusstseinsschwelle regiert das Unterbewusstsein, wozu Wünsche, Emotionen, Gewohnheiten, Überzeugungen, Werte, Denkmuster, aber auch Blockaden gehören.

 

Der Wahrnehmungszustand kann mit Hilfe der Hirnstromaktivität gemessen werden. Auch der Schlaf wird je nach Frequenz in verschiedene Phasen eingeteilt. Wenn du ruhig wirst und einschläfst, nehmen die Hirnfrequenzen ab und du bewegst dich Richtung Unterbewusstsein.

 

Das heisst, dass Emotionen, die zum Zeitpunkt des Einschlafens präsent sind (z.B. Ärger oder Stress wegen einem Streit) unbewusst in den Schlaf mitgenommen werden und so die Schafqualität beeinflussen können. Unter Umständen wachst du am Morgen nicht erholt auf und fühlst diesen Stress vom gestrigen Abend immer noch.

 

Stress befindet sich aus Sicht der Wahrnehmung im «Aussen». Wenn du es schaffst, die Wahrnehmung aber auf das «Innen» zu lenken und dir zu überlegen wie du mit diesem Stress umgehen möchtest bzw. was du dir wünschst, kann es gelingen, diesen Zustand zu neutralisieren. So kannst du dir dieses Wissen zu Nutze machen und dein Unterbewusstsein positiv beeinflussen.

 

Umgekehrt heisst das auch, dass du dich auf positive Weise «umprogrammieren» kannst. Wenn du z.B. unter Stress stehst, weil ein wichtiges Referat bevorsteht und du dir in der Phase des Einschlafens mit allen Sinnen vorstellst, wie gut es dir gelingen wird und dir positiv zusprichst, wirst du bestimmt gut schlafen und erholt aufwachen.

 

Die positiven Gefühle können sich im Schlaf quasi ins Unterbewusstsein einprägen und werden verinnerlicht.

 

Techniken um in diesem niederfrequenten Zustand «Umprogrammierungen» bestimmter Verhaltens- oder Denkmuster vorzunehmen gibt es viele. Meditation oder Hypnose sind nur zwei Beispiele. Natürlich braucht dies Zeit, Geduld und vor allem Übung. Vielleicht wird das ja dein neues tägliches Abendritual? Hier sind einige Tipps für dich:

 

  • Dein Gehirn ist auf JA programmiert. NICHT oder KEIN versteht es nicht. Deshalb sprich dir immer positiv zu. Nimm für dich einen Satz, um dich in dem zu bestärken, was du verbessern möchtest. Z.B. ich bin mutig oder ich bin stark. In dem Moment, wenn du den Satz zu dir selber sagst, stelle dir vor, dass es jetzt so ist.
  • Mache deine kleine Meditation vor dem Einschlafen oder gleich nach dem Aufwachen. Hier sind die Hirnfrequenzen nicht mehr oder noch nicht so hoch und dein Gehirn ist empfänglicher dafür.
  • Lenke auch im Alltag ab und zu deine Aufmerksamkeit und deine Wahrnehmung auf das «Innen» – egal was im «Aussen» passiert oder wie hektisch es gerade ist. Dies beruhigt deine Gedanken und daraus folgend auch dein Handeln.
  • Versuche in der Kommunikation mit deinen Mitmenschen möglichst alle Aussagen positiv zu formulieren. Dies ist für dich und dein Gegenüber einfacher zu verstehen.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Art des Denkens und der Selbstbeeinflussung wirkt und sich diese innere Haltung auch nach aussen spiegelt. Denn:

 

Was du denkst, bist du.

Was du bist, strahlst du aus.

Was du ausstrahlst, ziehst du an.

 

Deine Madeleine.

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